Benutzerspezifische Werkzeuge
Sie sind hier: Startseite / Dienstleistungen / Six Sigma Projektunterstützung

Six Sigma Projektunterstützung

Wir stehen Ihnen mit Six Sigma Projektunterstützung zur Verfügung. Oft wird die Frage gestellt, was ein Six Sigma Projekt von einem „normalen“ Projekt unterscheidet. Ein Six Sigma Projekt läuft nach einem stark standardisierten Regelkreis ab, in dessen einzelnen Phasen ausgewählte Werkzeuge angewendet werden, um systematisch von der Problemstellung zur Lösung zu gelangen. Entscheidungen erfolgen ausschließlich auf Grundlage gesicherter Zahlen, Daten und Fakten. Ein solches Projekt setzt voraus, dass es einen etablierten, messbaren Prozess mit entsprechenden Prozessleistungsgrößen gibt, der zu stark streut und daher verbessert werden muss.

Wir können Sie unterstützen, indem wir entweder Ihre Projektleiter coachen oder selbst die Projektleitung übernehmen. Alternativ kann in Form von Inhouse-Qualifizierungstrainings eine ausgewählte Anzahl von Mitarbeitern in der Six Sigma Methodik trainiert und die Projekte ausbildungsbegleitend durch uns unterstützt werden.

 

Damit Sie eine Vorstellung davon haben, wie wir vorgehen, ist im Folgenden der Ablauf eines klassischen Six Sigma Projektes unter Verwendung des Regelkreises beschrieben:

 

DEFINE-Phase: Ziel der Definephase ist ein 100%iges Verständnis des Projektauftrages unter Berücksichtigung der Ausgangssituation, um den Umfang realistisch festzulegen und Ziele zu setzen. Mit dem Projektauftrag werden die Rahmenbedingungen des Projektes unter Einbeziehung möglichst vieler Aspekte verbindlich festgelegt.

 

Wichtige Schritte / Werkzeuge sind:

    • Kontakt Projektleiter mit dem Projektauftraggeber (Projektpatenschaft aufbauen, Projektauftrag verstehen, Grobziele festlegen, Rollen definieren)
    • Problembeschreibung (mit Zahlen, Daten und Fakten)
    • In scope / out of scope Analyse (zur Festlegung des Projektumfangs)
    • Ziele festlegen (Erreichungsziele, Bewahrungsziele, Vermeidungsziele)
    • Projektteam zusammenstellen
    • Kick Off Meeting (Regeln festlegen, Termine setzen, Ausgangslage und Ziele klären, Vorgehensweise festlegen)
    • SIPOC (Supplier, Input, Process, Output, Customer -> Prozess grob darstellen, um interne und externe Kunden zu ermitteln)
    • Voice of the customer - messbare Kundenanforderungen ableiten, die sogenannten CTQs (Critical to Quality) und CTBs (Critical to Business)
    • Fischgrätendiagramme (mögliche Einflussfaktoren auf die Erreichung oder Nicht-Erreichung der Kundenanforderungen sammeln und priorisieren)
    • C&E Matrix erstellen (die wichtigsten Einflussfaktoren zur Erfüllung der identifizierten Kundenanforderungen ermitteln)
    • Ggf. Stakeholder- und Kraftfeldanalyse sowie Projektrisikoanalyse durchführen
    • Define Gate (Projektauftrag wird vom Lenkungsausschuss freigegeben)

 

Die DEFINE-Phase ist die mit Abstand wichtigste Phase eines Six Sigma Projektes, da hier die Grundlagen für den Erfolg gelegt werden.

 

MEASURE-Phase: Die zweite Stufe in einem Six Sigma Projekt beschäftigt sich mit der Gewinnung der für die Problemstellung erforderlichen Daten. Dabei gibt es im Wesentlichen zwei Vorgehensweisen

    • Analyse historischer Daten, die in der Regel nicht die volle Wahrheit sagen und daher nur bedingt geeignet sind und die
    • Sammlung aktueller Prozessdaten, die manchmal aufwändig zu erhalten sind.

 

Wichtige Schritte / Werkzeuge sind:

    • Datenerhebungsplan erstellen (enthält die wichtigsten zu ermittelnden Einflussfaktoren und messbare Kundenanforderungen)
    • Messsystemanalyse (für die wichtigsten Outputs, um die Qualität der gewonnenen Daten sicherzustellen)
    • Stichprobenumfänge und Trennschärfewerte ermitteln (um aussagefähige Stichproben zu erhalten)
    • Ermittlung der Referenzleistung des zu verbessernden Prozesses (durch Vergleich der Spezifikationen der Kundenanforderungen und der aktuellen Prozessstreuung -> Prozessfähigkeit und Prozessleistung)


ANALYZE-Phase: Die dritte Phase eines Six Sigma Projektes soll Ursache / Wirkungsbeziehungen bezogen auf die Problemstellung ermitteln und mit grafischen / statistischen Werkzeugen absichern. Dabei zeigt die Analyse der vorhandenen Daten häufig, dass entweder nicht alle relevanten Einflussgrößen berücksichtigt wurden oder die Stichproben zu groß oder zu klein waren. Das bedeutet, dass man solange zwischen MEASURE- und ANALYZE-Phase hin und her springt, bis die Daten ausreichend aussagefähig sind.

 

Wichtige Schritte / Werkzeuge sind:

    • Hypothesentests
    • Grafische Methoden zur Darstellung von Daten (z.B. anhand MINITAB)
    • Regression / Korrelation
    • ANOVA (Analysis of Variance)
    • DOE (Vollfaktoriell, Teilfaktoriell, Response Surface Methodology)
    • Prozessflussdiagramme
    • FMEA (insbesondere Prozessrisikoanalysen)
    • Erarbeitung von Lösungsalternativen (die geeignet sind, identifizierte Ursachen abzustellen bzw. zu mindern)
    • Kreativitätsmethoden
    • Entscheidungsmatrix
    • ANALYZE-Gate (Lösungsalternative(n) durch Lenkungsausschuss zur Umsetzung freigeben)

 

IMPROVE-Phase: In der vierten Phase sollen die in der ANALYZE-Phase erarbeiteten Lösungsalternativen in die Praxis umgesetzt und auf Tauglichkeit untersucht werden. Am Ende dieser Phase ist das Projekt operativ abgeschlossen und der verbesserte Prozess wird dem Prozesseigner übergeben. Die Dauer dieser Phase kann sehr stark schwanken, je nachdem, ob umfangreiche Pilotversuche vorgenommen werden müssen oder nicht.

 

Wichtige Schritte / Werkzeuge sind:

    • Kreativitätsmethoden
    • Entscheidungsmatrix
    • Zielkostenrechnung
    • Prozesssimulation
    • DOE (Vollfaktoriell, Teilfaktoriell, Response Surface Methodology)
    • Zuverlässigkeits- und Lebensdaueranalysen
    • Ermittlung der zu erwartenden Einsparungen / Umsatzsteigerungen
    • Bestätigung der Prozessverbesserung durch Vergleich der Referenzleistung des Prozesses mit dem verbesserten Zustand (Hypothesentests)
    • Implementierung von Prozessmonitoringsystemen (meist Regelkarten, die jegliche Verschlechterung der Prozessleistung sofort anzeigen sollen)
    • FMEA


CONTROL-Phase: Diese letzte Phase verantwortet der Prozesseigner. Er soll über einen längeren Zeitraum (meist 3-6 Monate) beobachten, ob die implementierte Lösung nachhaltig wirkt. Darüber hinaus müssen die in der IMPROVE- Phase prognostizierten Einsparungen / Umsatzsteigerungen im Prozessalltag tätsächlich erzielt werden.

 

Wichtige Schritte / Werkzeuge sind:

    • Verfahrensanweisungen (SOP)
    • CONTROL-Plan
    • SPC-Regelkarten
    • Poka-Yoke
    • FMEA
    • Wissenstransfer (Lessons Learned)

 

Wir erstellen Ihnen gerne ein individuelles Angebot. Über eine Kontaktaufnahme freuen wir uns.

Ihre Anfrage können Sie gerne hier spezifizieren >> Anfrageformular

Artikelaktionen