Fragen zu Six-Sigma?
Zur Six Sigma Methode -einst von Motorola gestartet und von General Electric systematisiert- gibt es unendlich viele Fragen. Einige dieser Fragen möchten wir Ihnen gerne nachfolgend beantworten.
Wieso die Begrifflichkeit "Six Sigma" (6 Sigma)?
Die
Gauß'sche Normalverteilung zeigt uns die Standardverteilung von -3
Sigma bis +3 Sigma. Dabei liegen 99,999660% der Werte innerhalb der
6-fachen Standardabweichung. Diese 6 Sigma entsprechen einer
Fehlerwahrscheinlichkeit von 3,4 ppm (parts per million) oder dpm
(defects per million). In Qualitätskennzahlen ausgedrückt heißt das
99,999660% Qualität.
Was bietet die Six Sigma Methode?
Six
Sigma
beinhaltet eine Vielzahl von statistischen, analytischen und
weiteren Tools zur systematischen Prozessverbesserung und Problemlösung.
Was
beinhaltet das systematische Vorgehen mit Six Sigma?
- Bewertung der Prozesse aus Kundensicht (VOC)
- Integration der Qualität in der täglichen Arbeit
- Einbeziehung aller am Thema Beteiligten
- Werkzeugkasten mit Qualitätsmanagement-Werkzeugen und Einsatz von Handlungsanweisungen
- Prozessverbesserung durch Reduzierung der Variation
Wie läßt sich Six Sigma
einordnen?
Six
Sigma versteht sich gleichzeitig als Philosophie, Vision und Ziel.
Somit ist die Methode ein ganzheitlicher Ansatz zur umfassenden,
positiven Veränderung von Prozessen (Produktions- und
Dienstleistungsprozessen).
Was ist die Six Sigma-Toolbox?
Diese
Toolbox
beinhaltet die 7 X 7 - Werkzeuge (Design-, Statistik-,
Projekt-, Schlankheits-, Kunden-, Qualitätskontroll-,
Management-werkzeug). Diese lassen sich systematisch für eine
zielgerichtete Umsetzung der Verbesserungsoffensive einsetzen.
Wie
bedeutet Six Sigma in der Umsetzung?
- Es liefert eindeutige Kennzahlen zur Leistungsfähigkeit von Prozessen
- Es ist eine systematische Methode (DMAIC)
- Es ist ein Umsatzsteigerung- und Kostensenkungsprogramm mit klarer Messbarkeit
- Es trägt wesentlich zur Festigung der Philosophie und Kultur der Anwender bei
Wie wird die Six Sigma - Methode eingeführt?
Das
Erfordernis
zur stringenten Umsetzung der Methoden bedingt das "Top
Down- Commitment" d.h. das Management steht uneingeschränkt mit allen
Konsequenzen hinter der Umsetzung und fördert diese. Es muss die so
genannte "Durchbruchststrategie" erreicht werden. Alle Beteiligten
(Mitarbeiter, ggf. Kunden und Lieferanten extern und intern) verstehen
vorauf es ankommt; es wird die gleiche "Sprache" gesprochen. Für die
Einführung ist im Regelfall der so genannte Six Sigma Black Belt - der
6 Sigma-Spezialist - verantwortlich. Hierzu gehören Training der
Beteiligten, Einführung der Methoden, Projektcoaching und ggf.
Projektleitung.
Was versteht man unter dem Six Sigma
DMAIC-Zyklus?
Der DMAIS- Zyklus ist der Ablauf-Prozess für jedes
Projekt. Er beschreibt exakt die einzelnen Schritte.
- Define: Was ist das Problem?
- Measure: Wie lassen sich die Auswirkungen messen?
- Analyze: Was ist die Ursache für das Problem?
- Improve: Wie lässt sich das Problem beseitigen?
- Control: Wie wird die Verbesserung in der Praxis verankert?
Wie viele Six Sigma-Experten sollte es im Unternehmen geben?
Die Anzahl der für jede Rolle abgestellten Mitarbeiter in Six Sigma hängt von der Wahl des Einführungsansatzes der Six Sigma-Initiative und der Größe des Unternehmens ab!
Als Richtlinie gilt:
- 1 Black Belt pro 100 Mitarbeiter
- 20 Green Belts pro Black Belt
- 20 Black Belts pro Master Black Belt
- White
Belt: So viele Mitarbeiter wie möglich einbeziehen!
Quelle: Magnusson, Kroslid, Bergman. Six Sigma umsetzen. Die neue Qualitätsstrategie für Unternehmen. Hanser 2003.





















