Six Sigma Improvement Practitioner Verbesserungsprojekte leiten. Ohne ASQ-Aufwand.
Leiten · Analysieren · Verbessern · 5 Tage Intern zertifiziert · Projektbezug direkt
Als Six Sigma Improvement Practitioner leiten Sie Verbesserungsprojekte eigenverantwortlich mit vollständiger DMAIC-Methodik, praxisnaher Datenanalyse und direktem Projektbezug, jedoch ohne ASQ-Anforderung und ohne Statistikstudium. Direkt anwendbar auf Ihre Prozesse.
In 5 Trainingstagen erarbeiten Sie alle fünf DMAIC-Phasen an einem durchgängigen Fallbeispiel: von der Problemdefinition, über die grafische Ursachenanalyse bis zur nachhaltigen Ergebnissicherung. In einer Ihluse Qualifizierung können die Inhalte zusätzlich vom Trainer auf Ihre Branche und Ihren Verantwortungsbereich abgestimmt werden.
Der Improvement Practitioner ist eine eigenständige Qualifikation für Projektleiter in Unternehmen ohne etablierte Belt-Kultur: kein Zwischenschritt, kein vereinfachtes Programm, sondern ein vollständiger Qualifizierungsweg mit eigenem Zertifikat der Six Sigma Dienstleistungen GmbH.
Lernziele
Was Sie in der Ausbildung lernen
- DMAIC-Methodik vollständig: alle 5 Phasen mit Werkzeugen und Übungen
- Projektsteckbrief (Project Charter), SIPOC und Kundenanforderungen (VoC, CTQ)
- Beschreibende Statistik: Mittelwert, Streuung, grafische Auswertung
- Prozessleistung messen und bewerten: ohne Inferenzstatistik
- Ursachenanalyse: FMEA, Ishikawa, XY-Matrix, grafische Hypothesenentwicklung
- Konzeptionelles Verständnis von Hypothesentests und Design of Experiments
- Lösungen entwickeln, bewerten, pilotieren und implementieren
- Kontrollplan und konzeptionelles SPC-Verständnis zur Ergebnissicherung
- Praxisübungen am durchgängigen Fallbeispiel
Was Sie nach der Ausbildung können
- Verbesserungsprojekte eigenverantwortlich nach DMAIC strukturieren und leiten
- Problemstellungen präzise definieren und messbare Projektziele formulieren
- Daten erheben, grafisch auswerten und Prozessleistung bewerten
- Ursachen systematisch identifizieren und priorisieren
- Lösungen entwickeln, pilotieren und dauerhaft verankern
- Projektergebnisse nachhaltig sichern und dokumentieren
- Projektteams führen und Verbesserungen intern kommunizieren
Trainingdetails
Dauer
5 Tage
09:00–17:00 Uhr
Präsenz-Preis
€ 2.650,00 zzgl. MwSt.
Online-Preis
€ 2.550,00 zzgl. MwSt.
Prüfung
Schriftlich, Ende letzter Tag
Sprache
Deutsch (Englisch auf Anfrage)
Zertifikat
Six Sigma Improvement Practitioner (SSD-Zertifikat, intern)
Praxisprojekt
Software
Formate
Nächste Termine
Kosten & Leistungsumfang
Präsenztraining
€ 2.650,00 zzgl. MwSt
Im Preis enthalten
- Schulungsunterlagen digital (PDF) & in Papierform inkl. Checklisten und Formulare
- Datenfiles und Werkzeuge für praktische Übungen (Excel-basiert)
- Fotodokumentation der Gruppenarbeiten (im Nachgang)
- Praxisübungen am durchgängigen, branchenangepassten Fallbeispiel
- Optionale schriftliche Prüfung am Ende des letzten Trainingsblocks
- Zertifikat ‚Six Sigma Improvement Practitioner‘ (SSD, intern) — unbegrenzt gültig
- Unterstützung bei der Projektauswahl ab Tag 1
Zusätzlich bei Präsenz
- Schulungsunterlagen in Papierform
- Mittagessen, Getränke und Pausensnacks
- Hotel mit Übernachtungsmöglichkeit als Veranstaltungsort (Selbstzahlerbasis)
- Live Erfahrungsaustausch
Gruppenrabatt: Ab dem 2. Teilnehmer zum selben Termin aus dem gleichen Unternehmen gewähren wir einen Nachlass von 10 % auf genannte Teilnahmekosten.
Trainingsinhalte
Alle Inhalte werden an einem durchgängigen Fallbeispiel erarbeitet und in praxisnahen Workshops vertieft. Der Trainer stimmt Schwerpunkte, Beispiele und Übungsaufgaben auf die Teilnehmergruppe ab, keine Standardvorlesung, sondern angewandte Methodik.
Problem und Ziel definieren
Vollständiges Verständnis des Projektauftrags, realistische Ziele, klare Abgrenzung.
- Projektsteckbrief (Project Charter) und Projektkennzahlen
- Projektorganisation und Steuerung
- Prozessdarstellung (SIPOC)
- Kundenanforderungen: Voice of Customer (VoC), CTQ
- Priorisierungswerkzeuge: C&E-Matrix, Pareto
- Projektrisikoanalyse
Daten erheben und Prozess verstehen
Zuverlässige Datenbasis schaffen, aktuelle Prozessleistung messen.
- Messgrößen und Datenarten
- Grundlagen beschreibende Statistik: Mittelwert, Streuung, Verteilungen
- Repräsentative Datenerhebung und Datenqualität
- Grafische Datenanalyse und Visualisierung
- Prozessleistung: einfache, anwendbare Kennzahlen
Ursachen finden und statistisch nachweisen
Kausale Zusammenhänge aufdecken, Haupteinflussfaktoren identifizieren.
- Methoden der Prozessdarstellung und -analyse
- Risikobewertung (FMEA) und Ishikawa-Diagramm
- XY-Matrix und Mustererkennung in Daten
- Grafische Hypothesenentwicklung
- Konzeptionelles Verständnis von Hypothesentests
- Konzeptionelles Verständnis von Design of Experiments (DoE)
Lösungen entwickeln und umsetzen
Prozess gezielt verbessern, Kundenforderungen erfüllen, Einsparungen realisieren.
- Lösungsideen generieren und strukturieren
- Werkzeuge zur Lösungsauswahl und -bewertung
- Implementierung und Pilotierung
- Kosten-Nutzen-Analyse
- Vorher-Nachher-Vergleich und Erfolgsmessung
Ergebnisse sichern und verankern
Nachhaltige Wirkung sicherstellen, Rückfall verhindern, Wissen transferieren.
- Entwicklung eines Kontrollplans
- Konzeptionelles Verständnis von SPC-Regelkarten
- Prozess-Controlling und Audit
- Wissensmanagement und Projektabschluss
- Projektdokumentation
Prüfung & Zertifizierung
Am Ende des letzten Trainingstages findet eine schriftliche Prüfung statt (Dauer ca. 1 Stunde). Teilnehmer, die alle Trainingstage besucht und die Prüfung bestanden haben, erhalten eine Qualifizierungsbescheinigung.
Das vollständige Zertifikat „Six Sigma Improvement Practitioner“ wird ausgestellt, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind
- Teilnahme an allen 5 Trainingstagen
- Bestandene schriftliche Prüfung
- Durchführung und Dokumentation eines eigenen DMAIC-Verbesserungsprojekts
- Abschlusspräsentation mit Nachweis des Projekterfolgs am Zertifizierungstag
Der Zertifizierungstag findet innerhalb 18 Monaten nach dem letzten Trainingsblock statt. Projektsponsoren und CI-Manager sind zur Teilnahme eingeladen. Das Zertifikat wird nach erfolgreicher Präsentation ausgestellt.
Software
Der Improvement Practitioner arbeitet vollständig Excel-basiert, keine zusätzliche Statistiksoftware erforderlich. Grafische Auswertungen, Prozessleistungskennzahlen und Projektdokumentation werden mit Standardwerkzeugen umgesetzt. Bei Inhouse-Programmen kann kundeneigene Software nach Abstimmung eingesetzt werden.
Voraussetzungen
Es gibt keine formalen Voraussetzungen. Das Programm richtet sich an Einsteiger in strukturierte Verbesserungsarbeit ohne Lean- oder Six Sigma Vorkenntnisse. Alle statistischen Grundlagen werden praxisnah vermittelt.
Grundkenntnisse zu Mittelwert und Streuung sind hilfreich, aber nicht Pflicht. Ein eigenes Verbesserungsprojekt im Unternehmen ist empfohlen; der Trainer unterstützt Sie bei der Projektauswahl ab dem ersten Trainingstag.
Teilnehmerkreis
Die Ausbildung richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus Produktion, Qualitätsmanagement, Operations, Entwicklung und Dienstleistungsunternehmen, die Verbesserungsprojekte ohne den Aufwand einer formalen ASQ-Zertifizierung eigenverantwortlich leiten wollen.
Typische Zielgruppen
- Projektleiter in Unternehmen ohne etablierte Belt-Kultur
- Fachkräfte aus Qualität, Produktion und Operations mit Projektverantwortung
- Führungskräfte, die einen methodischen Einstieg in strukturierte Problemlösung suchen
- Unternehmen, die einen schnellen und kosteneffizienten Einstieg in Six Sigma suchen
- Mittelständische Unternehmen aus Fertigung, Logistik, Dienstleistung und Verwaltung
- Bestehende Green Belt-Kunden, die einen breiteren Mitarbeiterkreis ohne ASQ-Aufwand qualifizieren wollen
Häufige Fragen zu Improvement Practitioner Ausbildung
Was ist der Unterschied zwischen dem Improvement Practitioner und dem Green Belt?
Der Improvement Practitioner (5 Tage ) und der Green Belt (8 Tage + Zertifizierungstag) sind zwei eigenständige Qualifizierungswege und keine Abstufungen desselben Programms. Der Green Belt vermittelt vollständige Inferenzstatistik (Hypothesentests, ANOVA, DoE, MSA) und führt zu einem ASQ-konformen Zertifikat nach ISO 13053. Der Improvement Practitioner vermittelt dieselbe DMAIC-Struktur mit beschreibender Statistik ohne ASQ-Anforderung, ohne Inferenzstatistik, aber mit direktem Projektbezug. Für Unternehmen ohne ASQ-Bedarf ist der Improvement Practitioner die vollständige Lösung und nicht eine vereinfachte.
Erhalte ich ein anerkanntes Zertifikat?
Sie erhalten das Zertifikat „Six Sigma Improvement Practitioner“ der Six Sigma Dienstleistungen GmbH. Es ist kein ASQ- oder ISO-Zertifikat, aber ein anerkannter Nachweis methodischer Kompetenz – vergleichbar mit internen Qualifizierungsstandards vieler Unternehmen. Das Zertifikat ist unbegrenzt gültig. Wer ein ASQ-konformes Zertifikat benötigt, wählt den Six Sigma Green Belt.
Brauche ich ein Praxisprojekt für die Zertifizierung?
Nein. Ein Praxisprojekt ist empfohlen, aber kein Pflichtbestandteil des Zertifikats. Für Teilnehmer, die ein eigenes Projekt trainingsbegleitend umsetzen möchten, unterstützt der Trainer bei Auswahl und Durchführung ab dem ersten Trainingstag. Die Zertifizierungsentscheidung kann je nach Kundenwunsch angepasst werden.
Wie ist das Programm aufgebaut und wie flexibel ist es?
Das Programm umfasst 5 Trainingstage und kann in einem Block (5 Tage) oder in zwei Blöcken (z. B. 3 Tage + 2 Tage) durchgeführt werden. Als Inhouse-Programm werden Fallbeispiele, Übungsaufgaben und Schwerpunkte auf Ihre Branche und Ihren Verantwortungsbereich abgestimmt. Offene Termine sind als Präsenz- und Live-Online Format buchbar.
Welche Statistikkenntnisse brauche ich?
Es gibt keine Voraussetzungen. Grundkenntnisse in Mittelwert und Streuung sind hilfreich, aber nicht notwendig. Alle statistischen Grundlagen werden im Training praxisnah vermittelt. Der Improvement Practitioner arbeitet mit beschreibender Statistik und grafischen Methoden, nicht mit Inferenzstatistik.
Kann das Programm inhouse bei uns im Unternehmen durchgeführt werden?
Ja. Inhouse ist das Hauptformat. Das Programm wird auf Ihre Prozesse, Branche und den Kenntnisstand der Teilnehmer abgestimmt. Fallbeispiele und Übungsaufgaben spiegeln Ihre Unternehmensrealität wider. Ideal für Unternehmen, die mehrere Mitarbeiter gleichzeitig qualifizieren wollen und das ohne die Kosten und den Aufwand eines ASQ-Programms.
Was kommt nach dem Improvement Practitioner?
Der Improvement Practitioner ist ein vollständiger Qualifizierungsweg und nicht als kein Zwischenschritt zu sehen. Wer im Anschluss ein ASQ-konformes Zertifikat anstrebt, kann den Six Sigma Green Belt als eigenständiges Aufbauprogramm absolvieren. Wer Lean-Werkzeuge ergänzen möchte, findet im LSS Improvement Practitioner die passende Erweiterung. Für begleitende Projektunterstützung steht unser Projektcoaching (MBB) zur Verfügung.
ASQ-Zertifikat anstreben? Six Sigma Green Belt
Wenn Sie ein international anerkanntes ASQ-konformes Zertifikat benötigen, ist der Six Sigma Green Belt der geeignete Qualifizierungsweg: vollständige Inferenzstatistik, Praxisprojekt, Zertifizierung nach ASQ und ISO 13053.
Unsere 8-tägige Six Sigma Green Belt Ausbildung (plus Zertifizierungstag) vermittelt die vollständige DMAIC-Methodik mit statistischer Tiefe — für Unternehmen mit ASQ-Anforderung, Belt-Strukturen oder internationalem Zertifizierungsbedarf.