Lean Six Sigma Improvement Practitioner — Lean und Six Sigma. Kombiniert. Direkt anwendbar.
Leiten · Analysieren · Verbessern · Lean 60 % · Six Sigma 40 % · Intern zertifiziert · 6 Tage
Als Lean Six Sigma Improvement Practitioner leiten Sie Verbesserungsprojekte mit einem integrierten Ansatz: Lean-Werkzeuge zur Verschwendungsanalyse und Flusssteigerung, kombiniert mit der strukturierten DMAIC-Problemlösung von Six Sigma. Ohne ASQ-Anforderung. Ohne Statistikstudium. Direkt anwendbar auf Ihre Prozesse.
In 6 Trainingstagen (2 Blöcke à 3 Tage) erarbeiten Sie beide Methoden in einem integrierten Programm mit ca. 60 % Lean und 40 % Six Sigma Anteil. Die Schwerpunkte liegen auf Verschwendungsanalyse, Wertstromdenken, Kaizen-Moderation, datenbasierter Ursachenanalyse, FMEA und nachhaltiger Ergebnissicherung durch Visual Management und Standardisierung. Ein eigenes Praxisprojekt ist Bestandteil der Zertifizierung.
Der Lean Six Sigma Improvement Practitioner ist eine eigenständige Qualifikation für Projektleiter in Unternehmen mit Lean-Fokus oder laufender Lean-Initiative und wird nicht als Zwischenschritt oder als vereinfachtes Programm angesehen, sondern ein vollständiger Qualifizierungsweg mit Zertifikat der Six Sigma Dienstleistungen GmbH.
Lernziele
Was Sie in der Ausbildung lernen
- Lean Management: Geschichte, Ziele, TPS, 5 Lean-Prinzipien
- Systematische Verschwendungsanalyse (8 Muda-Arten) und Wertschöpfungsanalyse
- Wertstromdiagramm (Grundlagen) und Flussorientierung
- DMAIC-Methodik vollständig: alle 5 Phasen mit Werkzeugen und Übungen
- Projektsteckbrief (Charter), SIPOC, CTQ-Ableitung, Stakeholder-Analyse
- Beschreibende Statistik: grafische Datenanalyse, Prozessleistungskennzahlen
- Ursachenanalyse: Ishikawa, 5-Why, XY-Matrix, Hypothesenlogik
- Lean-Lösungsansätze: Poka Yoke, Standardisierung, Kaizen-Moderation
- Risikobewertung (FMEA) und Umsetzungsplanung
- Nachhaltige Ergebnissicherung: Control Plan, Visual Management, Standardisierung
Was Sie nach der Ausbildung können
- Verbesserungsprojekte eigenverantwortlich nach DMAIC mit Lean-Fokus leiten
- Verschwendung erkennen, analysieren und gezielt beseitigen
- Prozesse mit Lean-Werkzeugen analysieren und Fluss gestalten
- Daten erheben, grafisch auswerten und Prozessleistung bewerten
- Ursachen systematisch identifizieren, priorisieren und absichern
- Lösungen aus Lean- und Six-Sigma-Perspektive entwickeln und implementieren
- Projektergebnisse nachhaltig sichern und dokumentieren
- Interdisziplinäre Teams moderieren und Ergebnisse präsentieren
Trainingdetails
Dauer
6 Tage in 2 Blöcken à 3 Tage
09:00–17:00 Uhr
Präsenz-Preis
€ 3.150,00 zzgl. MwSt.
Zertifikat
Prüfung
Schriftlich, Ende letzter Tag
Praxisprojekt
Zertifizierungstag
Abschlusspräsentation mit Nachweis des Projekterfolgs
Sprache
Deutsch (Englisch auf Anfrage)
Software
Format
Nächste Termine
Kosten & Leistungsumfang
Präsenztraining
€ 3.150,00 zzgl. MwSt
Im Preis enthalten
- Schulungsunterlagen digital (PDF)
- Workbook, Checklisten und Formulare
- Datenfiles und Werkzeuge für praktische Übungen
- Fotodokumentation der Gruppenarbeiten (im Nachgang)
- Kleingruppen für individuelles Lernen
- Schriftliche Prüfung am Ende von Tag 6
- Qualifizierungsbescheinigung „Lean Six Sigma Improvement Practitioner“
- Teilnahme am Six Sigma Zertifizierungstag
Zusätzlich bei Präsenz
- Schulungsunterlagen in Papierform
- Mittagessen, Getränke und Pausensnacks
- Hotel mit Übernachtungsmöglichkeit als Veranstaltungsort (Selbstzahlerbasis)
- Live Erfahrungsaustausch
Gruppenrabatt: Ab dem 2. Teilnehmer zum selben Termin aus dem gleichen Unternehmen gewähren wir einen Nachlass von 10 % auf genannte Teilnahmekosten.
Trainingsinhalte
Alle Inhalte werden an einem durchgängigen Fallbeispiel erarbeitet und in praxisnahen Workshops vertieft. Der Trainer stimmt Schwerpunkte, Beispiele und Übungsaufgaben auf die Teilnehmergruppe ab, keine Standardvorlesung, sondern angewandte Methodik.
Grundlagen & Rahmen — Lean Management & Six Sigma
- Geschichte, Ziele und Nutzen von Lean Management und Six Sigma
- Rollen und Verantwortlichkeiten im Projektteam
- DMAIC-Methodik als Standardvorgehen
- Kundenfokus und Business Impact, Fehlerkosten (COPQ)
Problem und Ziel definieren
Vollständiges Verständnis des Projektauftrags, realistische Ziele, klare Abgrenzung.
- Projektauswahl und Voice of the Customer (VoC)
- CTQ-Ableitung und Gap-Analyse
- Problembeschreibung und Zieldefinition
- SIPOC (Prozessdarstellung)
- Stakeholder-Analyse
- Projektauftrag (Project Charter)
Daten erheben und Prozess verstehen
Zuverlässige Datenbasis schaffen, aktuelle Prozessleistung messen.
- End-to-End-Prozessverständnis
- Prozessflussdiagramme und Wertstromdiagramm (Grundlagen)
- Kennzahlen und Schlüsselmessgrößen
- Datenerfassungsplan und Operationale Definitionen
- Grundlagen deskriptive Statistik und grafische Werkzeuge
- Messsystemanalyse (Grundlagen MSA)
- Prozessleistung und Prozessfähigkeit: ppm, Cp, Cpk
Ursachen finden und statistisch nachweisen
Kausale Zusammenhänge aufdecken, Haupteinflussfaktoren identifizieren.
- Prozess- vs. Ursachenanalyse
- Systematische Verschwendungsanalyse (8 Muda-Arten) und Wertschöpfungsanalyse
- Ishikawa und 5-Why
- Ursachenpriorisierung und -überprüfung
- Hypothesenlogik und statistische Tests (konzeptionelles Verständnis)
Lösungen entwickeln und umsetzen
Prozess gezielt verbessern, Kundenforderungen erfüllen, Einsparungen realisieren.
- Kreative Lösungsfindung und Bewertung
- Verbesserungsansätze aus der Lean-Perspektive: Fluss, Pull, Takt
- Poka Yoke und Standardisierung
- Risikoanalyse (FMEA)
- Kosten-Nutzen-Analyse, Pilotierung und Umsetzungsplanung
Ergebnisse sichern und verankern
Nachhaltige Wirkung sicherstellen, Rückfall verhindern, Wissen transferieren.
- Steuerung der Einflussgrößen, Control Plan
- Visual Management als Lean-Instrument zur Prozesssteuerung
- Regelkarten als konzeptioneller Überblick
- Lessons Learned und Projektabschluss
Prüfung & Zertifizierung
Am Ende des letzten Trainingstages findet eine schriftliche Prüfung statt (Dauer ca. 1 Stunde). Teilnehmer, die alle Trainingstage besucht und die Prüfung bestanden haben, erhalten eine Qualifizierungsbescheinigung.
Bei Inhouse Trainings kann die Zertifizierungslogik nach Wunsch und Programmformat abgestimmtwerden.
- Teilnahme an allen 6 Trainingstagen
- Bestandene schriftliche Prüfung
Software
Der LSS Improvement Practitioner arbeitet vollständig Excel-basiert, keine zusätzliche Statistiksoftware ist erforderlich. Grafische Auswertungen, Prozessleistungskennzahlen und Wertstromdiagramme werden mit Standardwerkzeugen umgesetzt. Bei Inhouse-Programmen kann kundeneigene Software nach Abstimmung eingesetzt werden.
Voraussetzungen
Es gibt keine formalen Voraussetzungen. Das Programm richtet sich an Einsteiger in die kombinierte Lean und Six Sigma Methodik. Alle Methodengrundlagen beider Ansätze werden im Training vollständig vermittelt.
Grundkenntnisse in Lean Management oder Six Sigma sind von Vorteil, aber nicht Pflicht. Ein eigenes Verbesserungsprojekt im Unternehmen ist für das vollständige Zertifikat erforderlich: der Trainer unterstützt bei Auswahl und Durchführung ab dem ersten Trainingstag.
Teilnehmerkreis
Die Ausbildung richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus Produktion, Qualitätsmanagement, Operations, Logistik und Dienstleistungsunternehmen, die Verbesserungsprojekte mit einem integrierten Lean und Six Sigma Ansatz ohne den Aufwand der formalen ASQ-Zertifizierung eigenverantwortlich leiten wollen.
Typische Zielgruppen
- Projektleiter in Unternehmen ohne etablierte Belt-Kultur
- Fachkräfte aus Qualität, Produktion und Operations mit Projektverantwortung
- Führungskräfte, die einen methodischen Einstieg in strukturierte Problemlösung suchen
- Unternehmen, die einen schnellen und kosteneffizienten Einstieg in Six Sigma suchen
- Mittelständische Unternehmen aus Fertigung, Logistik, Dienstleistung und Verwaltung
- Bestehende Green Belt-Kunden, die einen breiteren Mitarbeiterkreis ohne ASQ-Aufwand qualifizieren wollen
Häufige Fragen zum Lean Six Sigma Improvement Practitioner
Was unterscheidet den LSS Improvement Practitioner vom LSS Green Belt?
Der LSS Green Belt (10 Tage + Zertifizierungstag) ist das vollständige ASQ-konforme Zertifizierungsprogramm mit Inferenzstatistik (Hypothesentests, ANOVA, DoE, MSA) und international anerkanntem Zertifikat. Der LSS Improvement Practitioner (6 Tage) vermittelt dasselbe integrierte Lean + Six-Sigma System auf praktischem Niveau, mit beschreibender Statistik und direktem Projektbezug, ohne ASQ-Anforderung. Beide sind eigenständige Qualifizierungswege und kein Stufenmodell.
Was ist der Unterschied zum Six Sigma Improvement Practitioner ohne Lean-Anteil?
Der Six Sigma Improvement Practitioner (SS-IP, 5 Tage) vermittelt die reine DMAIC-Methodik ohne Lean-Werkzeuge. Der LSS Improvement Practitioner (6 Tage) integriert zusätzlich ca. 60 % Lean-Inhalte: Verschwendungsanalyse, Wertstromdiagramm, Kaizen-Moderation, Poka Yoke und Visual Management. Wer Lean und Six Sigma kombiniert in Projekten einsetzen will, wählt den LSS-IP.
Ist das Praxisprojekt wirklich Pflicht?
Ja, für das vollständige Zertifikat „Lean Six Sigma Improvement Practitioner“ ist ein eigenes DMAIC-Verbesserungsprojekt mit Fokus auf Lean notwendig. Der Trainer unterstützt bei Projektauswahl und -durchführung ab dem ersten Trainingstag. Wer ohne Praxisprojekt teilnimmt, erhält eine Qualifizierungsbescheinigung über die absolvierten Trainingstage und die bestandene Prüfung.
Wie sind die 6 Trainingstage strukturiert?
Das Programm läuft in 2 Blöcken à 3 Tage, jeweils von 09:00–17:00 Uhr. Block 1 legt die methodische Basis: DMAIC-Rahmen, Define, Measure und Analyze mit Lean-Werkzeugen. Block 2 vertieft Improve und Control mit Lean-Lösungsansätzen, FMEA, Visual Management und Projektabschlusslogik. Als Inhouse-Programm sind Blocktermine flexibel abstimmbar.
Welche Vorkenntnisse zu Lean oder Six Sigma brauche ich?
Keine. Das Programm richtet sich an Einsteiger ohne Lean oder Six Sigma Vorkenntnisse. Beide Methoden werden vollständig von Grund auf vermittelt: integriert und praxisnah. Teilnehmer mit Lean Grundkenntnissen (z. B. aus einem Lean Basics Training) werden entsprechend in der Tiefe weitergeführt.
Kann das Programm inhouse durchgeführt werden?
Ja. Inhouse ist das Hauptformat. Wertstrombeispiele, Fallstudien und Übungsaufgaben werden auf Ihre Branche und Prozessrealität abgestimmt. Für Unternehmen mit laufender Lean Initiative lässt sich das Programm direkt auf bestehende Projekte aufsetzen. Sprechen Sie uns an, wir kalkulieren individuell für Ihre Bedürfnisse ein Angebot.
Was kommt nach dem LSS Improvement Practitioner?
Der LSS-IP ist ein vollständiger Qualifizierungsweg und kein Zwischenschritt. Wer im Anschluss ein ASQ-konformes Zertifikat anstrebt, wählt den Lean Six Sigma Green Belt. Wer Lean-Werkzeuge auf Expertniveau vertiefen möchte, findet im Lean Expert-Programm die passende Erweiterung. Für Projektbegleitung steht unser MBB-Projektcoaching zur Verfügung.
ASQ-Zertifikat anstreben? Lean Six Sigma Green Belt
Wenn Sie ein international anerkanntes ASQ-konformes Zertifikat benötigen, ist der Lean Six Sigma Green Belt der geeignete Qualifizierungsweg: vollständige Inferenzstatistik, verpflichtendes Praxisprojekt, Zertifizierung nach ASQ und ISO 13053.
Unsere 10-tägige Lean Six Sigma Green Belt Ausbildung (8 Tage Six Sigma + 2 Tage Lean Basics, plus Zertifizierungstag) vermittelt die Lean- und Six-Sigma Methodik auf vollem Zertifizierungsniveau für Unternehmen mit ASQ-Anforderung oder internationalen Zertifizierungsstandards.